Der beste UFC-Kämpfer aller Zeiten: Eine Analyse

Die Frage, wer der Beste aller Zeiten in diesem Vollkontaktsport ist, wird heiß diskutiert. Die besten MMA-Kämpfer findet man in der UFC. Deren Rankings definieren generell die Weltspitze, basieren aber auf der Einschätzung von Experten. Wer der "Greatest of all Time" ist, das ist eine sehr subjektive Frage, oft getrieben von einem Mix aus Expertise, Emotionen und Sympathien.

Die subjektive Natur der Bewertung

Für UFC-Boss Dana White ist Jon Jones der beste MMA-Kämpfer aller Zeiten. Unangefochtenen GOAT-Status habe der US-Amerikaner. In den Diskussionen werden von Fans und Experten auch andere Namen genannt: Anderson Silva, Jose Aldo oder Fedor Emilianenko.

Die Fight-Matrix-Weltrangliste als objektive Alternative

Die Weltrangliste der Mixed Martial Arts lässt die letzten beiden Faktoren außen vor, bezieht dafür viele andere mit ein - Fight Matrix legt anhand Berechnungen fest, wer derzeit wirklich der beste Kämpfer auf dem Planeten ist. Das Grundmodell funktioniert wie im Tennis. Wer gewinnt, sammelt Punkte und klettert die Rangliste nach oben. Was beim Tennis die großen Turniere wie Grand Slams oder die Masters-Serie sind, sind in Mixed Martial Arts die großen Organisationen wie UFC, PFL oder KSW. In diesen "Big Leagues" gibt es mehr Punkte zu holen als auf regionalen Veranstaltungen.

Dazu werden auf Fight Matrix relevante Faktoren einbezogen, wie die Gewichtsklassen und die sportliche Vita. Es spielt eine gewisse Rolle, ob Kämpfer aus einer Siegesserie kommen oder gegen welche Gegner sie vorher gekämpft haben. "Die Berechnungen sind nicht sehr komplex, aber es gibt eine große Anzahl von Berechnungen", erklärt Jason, einer der Gründer von Fight Matrix gegenüber ntv/RTL. "Außerdem ist das System nicht auf Mathematik beschränkt. Es besteht zum Teil aus Mathematik und zum Teil aus bedingter Logik (wenn, dann, sonst)." Für ihn sei es daher mehr eine Software statt einer Ansammlung von Formeln.

Georges St-Pierre als Nummer 1 laut Fight Matrix

Aus der Fight-Matrix-Software kann abgeleitet werden: Jones ist nicht der "Beste aller Zeiten", sondern der Kanadier Georges St-Pierre. Auch er ist eine MMA-Ikone, hat aber im Gegensatz zu Jones viel öfter gegen aktive Fighter mit ebenfalls hohem Ranking gekämpft und besiegt. "Um in der Rangliste aufzusteigen, müssen die Kämpfer aktiv bleiben und entscheidende Siege gegen andere Kämpfer erringen, die dasselbe getan haben", erklärt Jason. Auch Inaktivität führe dazu, dass man im Ranking absteigt.

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Jones stand zuletzt im November 2024 im Käfig - zuvor war er 18 Monate ohne Kampf. Sein letzter Gegner war Stipe Miocic, ein hochdekorierter Kämpfer, Ex-Champion in der UFC. Miocic war aber zum Zeitpunkt des Kampfes bereits 40 Jahre alt und hatte eine dreijährige Pause hinter sich. Jones kann aber auch statistisch noch der "Beste aller Zeiten" werden, denn er ist im Gegensatz zu St-Pierre noch aktiver Kämpfer.

Vergleich von UFC- und Fight-Matrix-Rankings

In der UFC entscheidet ein Gremium aus Journalisten und Medienvertretern, die von der UFC ausgewählt wurden, darüber, wer wo in den Rankings landet. Die Fight-Matrix-Weltrangliste ist, was die Top-5 angeht, fast deckungsgleich mit den Rankings der UFC. Aber dahinter wird es spannend. In vielen Gewichtsklassen schaffen es auch die Champions anderer Organisationen in die Top-10. Vor allem Champions anderer "Big Leagues" sind darunter.

Die Rolle anderer Organisationen

Dazu lässt sich erkennen, dass vor allem in den Gewichtsklassen am oberen und unteren Ende, also die Schwer- und Fliegengewichte, Kämpfer anderer Organisationen eine größere Rolle spielen, als es die breite Masse in MMA wahrnimmt. Der Japaner Kyoji Horiguchi wird als viertbestes Fliegengewicht der Welt geführt, von seiner Heimatorganisation Rizin bekommt man in den USA und in Europa wenig mit. Die Leistungen des 34-Jährigen waren für die UFC im März 2025 aber Grund genug, den Japaner nach fast zehnjähriger Abstinenz wieder unter Vertrag zu nehmen.

Rizin zählt zu den "Big Leagues". Und das muss man sein, will man Fighter in den Rankings nach oben und in der Branche ins Rampenlicht bringen. Oktagon MMA ist das bislang nicht. "Es könnte die beste Organisation sein, die nicht dabei ist", sagt Jason. Um zu den "Großen" dazuzugehören, müsse man viele Kämpfer in den Fight-Matrix-Ranglisten haben. Hier hat der tschechische Veranstalter in den letzten Wochen einen entscheidenden Schritt gemacht. Mittlerweile hat Oktagon mehr Kämpfer in den Rankings platziert als der größte europäische Mitbewerber KSW.

"Oktagon wird in naher Zukunft zu den Big Leagues hinzugefügt werden", kündigt Jason an. Vor allem in der Branche wäre das ein großer Schritt für mehr Anerkennung. Auch die Fighter könnten davon profitieren, den die Fight-Matrix-Datenbank dient auch dem Scouting vieler noch größerer Organisationen.

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Bekannte MMA-Kämpfer

Im Folgenden werden einige bekannte MMA Kämpfer vorgestellt:

Anderson Silva

Anderson Silva wurde am 14. April 1975 in São Paulo, Brasilien, geboren. Er ist bekannt für seine beeindruckenden Fähigkeiten im Standkampf und gilt als einer der besten MMA-Kämpfer aller Zeiten. Zu seinen größten Erfolgen im Kampfsport zählt der Gewinn des UFC-Titels im Mittelgewicht, den er von Oktober 2006 bis Juli 2013 hielt. Silva hat zahlreiche Auszeichnungen und Rekorde im MMA gewonnen, darunter den längsten Titelgewinn in der Geschichte der UFC und die meisten Siege in Folge. Silva hat seine aktive Karriere beendet, ist aber immer noch eine einflussreiche Figur im Sport. Abseits des Oktagons hat Silva auch in der Unterhaltungsindustrie Erfolge gefeiert, darunter Rollen in Filmen und Fernsehserien.

Jon Jones

Jonathan Dwight Jones, besser bekannt als Jon Jones, wurde am 19. Juli 1987 in Rochester, New York geboren. Er ist ein US-amerikanischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer, der derzeit bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) unter Vertrag steht. Jones hat eine beeindruckende MMA-Bilanz mit 27 Siegen und nur einer Niederlage. Er war zwischen dem 29. Dezember 2018 und dem 17. August 2020 UFC-Titelträger im Halbschwergewicht, nachdem er den Gürtel bereits zwischen 2011 und 2015 gehalten hatte. Am 4. Jones ist bekannt für seine Dominanz im Octagon und seine Fähigkeit, Kämpfe auf unterschiedliche Weise zu gewinnen, sei es durch K.o., Aufgabe oder Punkte. Abseits des Rings hatte Jones jedoch auch mit Kontroversen zu kämpfen, darunter mehrere positive Dopingtests und rechtliche Probleme. Privat hat Jones mit seiner Lebensgefährtin drei Töchter. Seine beiden Brüder Arthur und Chandler Jones sind ebenfalls erfolgreiche Sportler und spielen American Football in der National Football League.

Khabib Nurmagomedov

Chabib Abdulmanapowitsch Nurmagomedow, auch bekannt als Khabib Nurmagomedov, wurde am 20. September 1988 in Sildi, Dagestan ASSR, Russische SFSR, Sowjetunion geboren. Khabib begann im Alter von sechs Jahren mit dem Kampfsport, trainiert von seinem Vater Abdulmanap Nurmagomedow, einem bekannten Judoka. Er trainierte verschiedene Kampfsportarten wie Sambo, Judo, Pankration und Freistilringen. Khabib hat eine beeindruckende MMA-Bilanz mit 29 Siegen und keiner Niederlage. Er gewann die UFC-Weltmeisterschaft gegen den US-Amerikaner Al Iaquinta und wurde damit der erste Russe, der einen UFC-Weltmeistertitel gewann. Nach dem Tod seines Vaters an COVID-19 im Sommer 2020 gab Khabib im Oktober 2020 sein Karriereende bekannt. Privat ist Khabib für seine starke Bindung an seine Familie und seinen Glauben bekannt.

Fedor Emelianenko

Fedor Vladimirovich Emelianenko, geboren am 28. September 1976, ist ein russischer Politiker, ehemaliger professioneller Mixed Martial Artist (MMA), Sambist und Judoka. Emelianenko war Schwergewichtsweltmeister bei PRIDE von 2003 bis zur Schließung der Organisation im Jahr 2007, viermaliger Weltmeister im Combat Sambo und zweimaliger russischer nationaler Bronzemedaillengewinner im Judo. Er trat auch bei RINGS, Strikeforce, M-1 Global, Rizin und Bellator an und gilt als der bekannteste Kämpfer, der nie bei der UFC (Ultimate Fighting Championship) angetreten ist. Emelianenko gilt weithin als einer der größten MMA-Kämpfer aller Zeiten und wurde von 2003 bis 2010 durchgehend als bester Schwergewichtskämpfer und bester Kämpfer der 2000er Jahre bezeichnet. Emelianenko begann seine MMA-Karriere am 21. Mai 2000 und errang vier Siege in Folge, bevor er im Dezember 2000 eine umstrittene Niederlage erlitt. In den folgenden 28 Kämpfen bis Juni 2010 blieb Emelianenko ungeschlagen und besiegte dabei vier ehemalige UFC-Champions, einen PRIDE-Champion, einen ehemaligen und zwei zukünftige K-1-Champions sowie zwei olympische Medaillengewinner. Im Juni 2012 trat er zunächst zurück, bevor er im Dezember 2015 sein Comeback feierte. Am 4.

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Demetrious Johnson

Demetrious Khrisna Johnson, besser bekannt als „Mighty Mouse„, wurde am 13. August 1986 in Madisonville, Kentucky, USA geboren. Er ist ein US-amerikanischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer im Fliegengewicht der ONE Fighting Championship. Johnson wuchs in Parkland, Washington, auf und zeigte schon früh Talent für verschiedene Sportarten. Er war ein hervorragender Leichtathlet, Ringer und Langstreckenläufer. Nach seinem High-School-Abschluss im Jahr 2007 begann Johnson seine Karriere als Kampfsportler. Seinen ersten Amateurkampf in Mixed Martial Arts bestritt er am 29. Juli 2006 und gewann durch technischen K.o. in der ersten Runde gegen Oren Ulrich. Neun Monate später gab er sein Profidebüt und besiegte Brandon Fieds durch K.o. Am 24. April 2010 debütierte Johnson in der World Extreme Cagefighting (WEC), musste aber nach zehn Siegen in zehn Profikämpfen seine erste Niederlage durch einstimmige Punktentscheidung zugunsten seines Gegners Brad Pickett hinnehmen. Nach drei Kämpfen für die WEC wechselte Johnson zur Ultimate Fighting Championship (UFC), als diese die WEC übernahm. Am 22. September 2012 gewann er in einem Kampf gegen Joseph Benavidez den neu geschaffenen Titel im Fliegengewicht, den er acht Mal erfolgreich verteidigen konnte. Erst am 4. Johnson hat bisher insgesamt 30 Kämpfe im Mixed Martial Arts bestritten (darunter zwei Amateurkämpfe). Dabei ging er 27 Mal als Sieger und drei Mal als Verlierer hervor.

Matt Hughes

Matt Hughes, geboren am 13. Oktober 1973, ist ein ehemaliger amerikanischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer, der ursprünglich aus dem Wrestling kommt. Er gilt als einer der größten Kämpfer in der Geschichte des MMA. Er ist zweifacher UFC-Champion im Weltergewicht und Mitglied der UFC Hall of Fame und der NJCAA Hall of Fame. Während seiner Zeit bei der Ultimate Fighting Championship stellte Hughes zwei separate Siegesserien über sechs Kämpfe auf, besiegte alle verfügbaren Gegner im Weltergewicht und verteidigte seinen Gürtel sieben Mal, was zu dieser Zeit einen Rekord darstellte. Während seiner Regentschaft galt Hughes als der beste Mixed-Martial-Arts-Kämpfer der Welt. Er wurde auch von vielen Analysten und verschiedenen Medien als einer der größten Weltergewichtskämpfer aller Zeiten und einer der größten Kämpfer in der Geschichte des Sports angesehen. Hughes ist langjähriges Mitglied von Miletich Fighting Systems und veröffentlichte 2008 seine Autobiografie „Made in America“, die es auf die Bestsellerliste der New York Times schaffte. Im Jahr 2011 wurde Hughes Moderator der Fernsehsendung Trophy Hunters des Outdoor Channels.

Chuck Liddell

Charles David „Chuck“ Liddell, geboren am 17. Dezember 1969 in Santa Barbara, Kalifornien, USA, ist ein ehemaliger US-amerikanischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer. Sein MMA-Debüt gab Liddell am 15. Mai 1998 bei der Ultimate Fighting Championship (UFC). Nach Siegen über verschiedene Kämpfer und Kämpfen bei Veranstaltern wie der International Fighting Championship und Pride FC kämpfte er am 6. Juni 2003 bei UFC 43 gegen Randy Couture um den Titel des Light Heavyweight Champion. Diesmal setzte er sich am 16. In der Folge verteidigte er seinen Titel gegen Jeremy Horn, Couture, Renato Sobral und Ortiz, bevor er ihn bei UFC 71 am 26. Mai 2007 an Quinton Jackson abgeben musste. Danach verlor er gegen Keith Jardine, Rashad Evans und Mauricio Rua und gewann gegen Wanderlei Silva. Am 12. Juni 2010, nach dem verlorenen Hauptkampf bei UFC 115 gegen Rich Franklin, gab UFC-Chef Dana White bekannt, dass Liddell nicht mehr für die UFC antreten werde. Dies bedeutete das Ende seiner aktiven MMA-Karriere. Liddell war Trainer in der ersten und elften Staffel der Reality-TV-Serie The Ultimate Fighter. Er wurde in die UFC Hall of Fame aufgenommen. Seit 2001 ist Liddell auch in Film und Fernsehen zu sehen. So hatte er einen Gastauftritt in der zweiten Staffel der Serie Blue Mountain State sowie in Staffel 9, Folge 5 von Bones - Die Knochenjägerin. 2019 war er in Acceleration - Gegen die Zeit zu sehen.

B.J. Penn

Jay Dee „B.J.“ Penn, geboren am 13. Dezember 1978, ist ein US-amerikanischer Mixed-Martial-Arts- und Brazilian-Jiu-Jitsu-Kämpfer. Er war Weltergewichts- und Leichtgewichtsmeister der Ultimate Fighting Championship (UFC) und Weltmeister der International Brazilian Jiu-Jitsu Federation. Penn wurde auf Hawaii geboren und wuchs in Hilo auf. Er begann als Teenager mit Brazilian Jiu-Jitsu, trainierte unter Ralph Gracie aus der Gründerfamilie des BJJ und gewann im Jahr 2000 als erster Nichtbrasilianer eine Goldmedaille in der Schwarzgurt-Kategorie bei den Weltmeisterschaften der International Brazilian Jiu-Jitsu Federation. Danach wechselte er zum MMA und debütierte am 4. Mai 2001 bei Ultimate Fighting Championship 31. Nachdem der UFC Lightweight Champion Sean Sherk seinen Titel wegen Steroidmissbrauchs verloren hatte, trafen Penn und Joe Stevenson bei UFC 80 am 19. Januar 2008 in einem Titelkampf aufeinander. Stevenson musste in der zweiten Runde aufgeben und Penn wurde neuer Lightweight Champion. Penns Karriere war von Höhen und Tiefen geprägt, darunter mehrere Rücktritte und Comebacks.

Conor McGregor

Conor Anthony McGregor, geboren am 14. Juli 1988 in Dublin, ist ein irischer UFC-Mixed-Martial-Arts-Kämpfer. Er ist ehemaliger UFC Lightweight Champion und UFC Featherweight Champion sowie ehemaliger Cage Warriors Featherweight und Lightweight Champion. McGregor wurde im Dubliner Stadtteil Crumlin als Sohn von Tony und Margaret McGregor geboren. Als Kind begeisterte er sich für Fußball und spielte bis zum Alter von 12 Jahren für den örtlichen Lourdes Celtic Football Club. Nach seinem Schulabschluss hielt sich McGregor zunächst mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bevor er eine feste Anstellung als Klempner fand. Im Jahr 2006 lernte er den UFC-Kämpfer Tom Egan kennen, mit dem er sich anfreundete und mit dem MMA-Training begann. Obwohl er bis zu 12 Stunden am Tag arbeitete, schaffte er es, mehrmals pro Woche mehrere Stunden zu trainieren. Am 17. Februar 2007 debütierte er im Alter von 18 Jahren in einem Amateurkampf gegen Kieran Campbell, den er durch technischen K.o. gewann. Nach dem Kampf unterbreitete ihm die irische MMA-Organisation Irish Cage of Truth Promotion ein Vertragsangebot, das McGregor annahm. McGregor hat auch einige geschäftliche Unternehmungen, darunter eine Modepartnerschaft mit dem Modelabel David August namens „August McGregor“ und eine eigene Whiskey-Marke namens Proper No. Twelve Irish Whiskey.

Georges St-Pierre

Georges St-Pierre, auch bekannt als GSP, wurde am 19. Mai 1981 in Saint-Isidore, Quebec, Kanada geboren. Er ist ein ehemaliger professioneller Mixed-Martial-Arts-Kämpfer und war UFC-Champion im Mittelgewicht und Weltergewicht. Sein UFC-Debüt gab St-Pierre bei UFC 46, wo er Karo Parisyan nach Punkten besiegte. Nach einigen weiteren Siegen erhielt er die Chance auf den UFC Welterweight Titel gegen Matt Hughes, den er jedoch verlor. Nach dieser Niederlage erholte er sich jedoch und gewann mehrere Kämpfe, unter anderem gegen Jason Miller und Frank Trigg. Den Weltergewichtstitel verlor er an Matt Serra, konnte ihn aber später zurückerobern und gegen mehrere Herausforderer erfolgreich verteidigen. Nach einer Verletzung und einer 19-monatigen Pause kehrte er 2012 in den Sport zurück und gewann den Titelvereinigungskampf gegen Carlos Condit. Er verteidigte seinen Titel erfolgreich gegen mehrere Herausforderer, bevor er 2013 seinen Rücktritt vom Boxsport bekannt gab und seinen Titel vakant machte.

Deutsche UFC-Kämpfer

Mixed Martial Arts (MMA) hat in Deutschland in den letzten Jahren stetig an Popularität gewonnen. Besonders die Ultimate Fighting Championship (UFC) - als größte und prestigeträchtigste MMA-Organisation der Welt - bietet Athleten aus allen Ländern die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu messen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die fünf erfolgreichsten deutschen Kämpfer, die in der UFC gekämpft haben.

Dennis Siver

Dennis Siver ist zweifellos der bekannteste Name unter den deutschen UFC-Kämpfern. Geboren in Russland, wuchs er in Deutschland auf und trat ab 2007 in der UFC an. Siver fiel durch sein vielseitiges Striking und seine spektakulären Spinning-Kicks auf. Er erzielte mehrere Siege, die ihn zeitweise in die Top-10 der Federgewichtsdivision katapultierten. Trotz eines hochkarätigen Kampfes gegen Conor McGregor blieb ihm ein Titelkampf verwehrt.

Ottman Azaitar

Der in Köln aufgewachsene Ottman Azaitar machte zunächst in regionalen Ligen auf sich aufmerksam, bevor er 2019 in der UFC debütierte. Sein explosiver Kampfstil und seine Knockout-Power verschafften ihm rasch einen Ruf als gefährlicher Finisher. Gleich in seinem ersten UFC-Kampf gegen Teemu Packalén gewann Azaitar mit einem krachenden K.o. und wiederholte das Kunststück im zweiten Kampf gegen Khama Worthy.

Nasrat Haqparast

Nasrat Haqparast, in Afghanistan geboren und in Hamburg aufgewachsen, ist ein weiterer aufstrebender Name im Leichtgewicht. Mit seinem aggressiven Boxstil und soliden Bodenkampf hat er sich in der UFC schnell einen Ruf als harter Gegner erarbeitet. Nachdem er anfangs einige spektakuläre Siege - darunter gegen Marc Diakiese - feiern konnte, wurde er auch als potenzieller Kandidat für einen Platz in den oberen Regionen des Rankings gehandelt.

Abusupiyan Magomedov

Gewichtsklasse: Mittelgewicht Zeitraum in der UFC: 2022 - heute Highlight: Blitzschneller Erstrunden-K.o. Abusupiyan “Abus” Magomedov wurde in Dagestan geboren, besitzt aber die deutsche Staatsbürgerschaft und kämpfte lange Zeit in Deutschland. Nach Erfolgen in verschiedenen europäischen Promotionen gab er 2022 sein UFC-Debüt und sorgte direkt für Aufsehen: Mit einem spektakulären K.o. in der ersten Runde machte er auf seine Ambitionen in der Mittelgewichtsklasse aufmerksam.

Nick Hein

Nick Hein, ein ehemaliger Polizeibeamter aus Köln, ging 2014 in der UFC an den Start und machte sich einen Namen als zäher und disziplinierter Kämpfer. Mit einem starken Judo-Hintergrund und guten Boxfähigkeiten konnte Hein mehrere Siege einfahren und begeisterte mit seinem Entertainer-Charakter sowohl die deutschen als auch die internationalen Fans.

Obwohl Deutschland bislang keinen UFC-Champion hervorgebracht hat, haben diese fünf Kämpfer bewiesen, dass deutsches MMA-Potenzial auf der größten Bühne des Sports existiert. Dennis Siver ebnete als Pionier den Weg für viele andere, während aufstrebende Talente wie Ottman Azaitar, Nasrat Haqparast und Abus Magomedov zeigen, dass der Traum vom UFC-Gold für deutsche Athleten längst nicht unerreichbar ist.

UFC-Ranking

Die Ultimate Fighting Championship (UFC) hat sich als Spitzenreiter im Bereich des Mixed Martial Arts (MMA) etabliert. Das UFC-Ranking spiegelt die Leistungen der besten Kämpfer in diesem Kampfsport wider. Die UFC bietet zwölf Gewichtsklassen, acht für Männer und vier für Frauen. Von Schwergewicht bis Fliegengewicht bei den Männern und von Federgewicht bis Strohgewicht bei den Frauen zeigt sich die Vielfalt des Sports. Das Ranking-System der UFC basiert auf einem komplexen Verfahren, bei dem ein Gremium aus Medienvertretern die Leistungen der Kämpfer bewertet. Faktoren wie Siege, Niederlagen und die Art des Kampfausgangs fließen in die Bewertung ein.

Das UFC-Ranking wird von einem Gremium aus Medienvertretern erstellt. Diese bewerten die Kämpfer basierend auf verschiedenen Faktoren wie Bilanz, Gegnerqualität, Aktivität und Siegesart. Stand Februar 2025 sind die aktuellen UFC-Champions: Jon Jones (Schwergewicht), Alex Pereira (Halbschwergewicht), Dricus du Plessis (Mittelgewicht), Leon Edwards (Weltergewicht), Islam Makhachev (Leichtgewicht), Ilia Topuria (Federgewicht), Sean O’Malley (Bantamgewicht) und Alexandre Pantoja (Fliegengewicht). Jon Jones ist seit dem 4. Die Position im UFC-Ranking wird durch Faktoren wie Bilanz, Gegnerqualität, Aktivität, Siegesart und die Organisation, in der gekämpft wurde, beeinflusst.

Aktuelle UFC-Champions (Stand Februar 2025)

Gewichtsklasse Champion
Schwergewicht Jon Jones
Halbschwergewicht Alex Pereira
Mittelgewicht Dricus du Plessis
Weltergewicht Leon Edwards
Leichtgewicht Islam Makhachev
Federgewicht Ilia Topuria
Bantamgewicht Sean O’Malley
Fliegengewicht Alexandre Pantoja

Legendäre Kämpfe und Siegesserien

Die UFC-Geschichte ist geprägt von beeindruckenden Titelverteidigungen und legendären Siegesserien. Anderson Silva dominierte die Middleweight-Division mit einer unglaublichen Titelserie von 2.457 Tagen. Seine 16 aufeinanderfolgenden Siege sind bis heute unerreicht. Demetrious Johnson setzte mit 11 Titelverteidigungen im Flyweight einen beeindruckenden UFC-Rekord. Im Weltergewicht glänzte Georges St-Pierre mit neun erfolgreichen Verteidigungen. Zu den legendären Kämpfen zählen St-Pierre gegen Hendricks und Silva gegen Sonnen. Diese Duelle prägten die UFC-Geschichte und begeisterten Fans weltweit.