Chris Fischer: Ein aufstrebender MMA-Kämpfer

Der Blumberger MMA Kämpfer Christian Fischer ist auf seinem Weg nach oben nicht zu stoppen.

Anfänge und Erfolge

Im Boxsport-Verein Blumberg groß geworden, wo er als Jugendlicher mehrere Landesmeisterschaften einfuhr, hat er sich jedoch auf das MMA ohne Regeln auf der runden Matte oder im Käfig, dem sogenannten Oktagon, spezialisiert.

Nachdem der ehemalige Deutsche U21-Meister im Boxen im Herbst 2021 zu MMA wechselte, sieht sich der mehr als 100 Kilogramm schwere Modellathlet in der Spur.

Bei den internationalen Deutschen Meisterschaften des Verbandes MMA-I sicherte sich Christian Fischer jüngst in der Schwenninger Deutenberg-Halle im Schwergewicht über 90 Kilogramm durch ein blitzschnelles K.o. den Sieg.

Mit seiner überlegenen Schlagtechnik, mit der er seinen erfahrenen Gegner Nils De-Vries aus Oldenburg kurz nach dem Startgong mit einer rechten Geraden überraschte und mit anschließendem Tritt in den Bauch nachlegte, war der Kampf nach sechs Sekunden bereits entschieden.

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Der Lokalmatador wurde nach seinem Sieg vor rund 1000 Zuschauern begeistert gefeiert.

Auf Grund seiner boxerischen Fähigkeiten - 2018 wurde er für den Boxring VS im Halbschwergewicht deutscher U21-Meister - sieht er im MMA vor allem im stehenden Kampf seine Stärken.

„Ich habe mich auch im Kickboxen oder der Bodentechnik wie im Ringen stark verbessert“, sagt er.

Weitere Elemente wie das Brazilian Jiu Jitsu oder die Muay Thai Kampfkunst vervollständigen sein Repertoire.

Ab 2104 wurde er für den Boxsportverein Blumberg drei Mal hintereinander Landes-Jugendmeister.

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Aktuelle Kämpfe und Perspektiven

Am Samstag (26. Oktober 2024) steigt mit WE LOVE MMA das Gastspiel der „härtesten Liga Deutschlands“ in der Stuttgarter Porsche-Arena.

Bereits seit zehn Jahren gehört die schwäbische Metropole zum festen Bestandteil im Tourkalender von We Love MMA.

Ein in der MMA Szene heiß erwartetes Match wird es zwischen dem Lokalmatadoren Chris Fischer und dem Düsseldorfer Frederic Vosgröne geben.

Es ist nicht nur die klassische MMA Auseinandersetzung zwischen einem Ass im Grappling und einem im Striking.

Es sind gleichzeitig auch zwei der heißesten Eisen, die der deutsche Mixed Martial Arts Sport bei den Newcomern zu bieten hat.

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Nach seinem dritten Sieg im vierten Kampf will er am Samstag, 6. August, bei einer Großveranstaltung in Lahr nachlegen.

In der südbadischen Hochburg des Mixed Martial Arts (MMA) wurde er für den Hauptkampf verpflichtet und will seine Klasse weiter beweisen.

Bei einer großen Kampfnacht am 2. September in Stuttgart, wo er erneut den Hauptkampf bestreitet, will der hoch motivierte Sportler weiter für ein Kampfspektakel sorgen.

Sein Ziel ist: Am 14. und 15. Oktober bei den Deutschen Meisterschaften des in Deutschland führenden GEMMAF-Verbands den nationalen Titel zu gewinnen.

„Diese Meisterschaft ist für mich ein wichtiges Sprungbrett, um meinen Traum mit dem Einstieg in den weltweiten Profibereich zu verwirklichen“, sagt Christian Fischer.

Kampf in Berlin

Nach der Pause ging es im Halbschwergewicht zwischen Chris Fischer (Renzo Gracie Villingen) und Khadiz Dadaev (Spitfire Berlin) weiter.

Fischer ließ es ordentlich krachen.

Harte Punches und Kicks zum Kopf von Dadaev, die das Blut spritzen lassen.

Einer der Treffer bringt den Berliner zu Boden, doch er rappelte sich wieder auf.

So sollte es auch in der zweiten Runde weitergehen.

Harte Treffer von Fischer bringen Dadaev zu Boden, der sich nicht mehr verteidigen kann.

Vorbereitung und Umfeld

Fischer sieht sich bei seinem Trainingsstützpunkt der Renzo Gracie Academy in Villingen bestens aufgehoben.

Als eine der weltweit renommiertesten Martial-Arts-Kampfsportschulen ist die dortige Niederlassung für ihn eine wichtige Basis.

In Zusammenarbeit mit seinem Trainer Hakan Ardic will er seine Schlagkraft erhöhen und seine Pläne verwirklichen.

Wie gelingt das?

Kein Alkohol, eine gesunde Ernährung, tägliches Training sowie als Ausgleich seine Familie mit sechsjähriger Tochter.

Der gelernte Einzelhandelskaufmann baut sich zudem ein zweites Standbein auf.

In Blumberg-Zollhaus betreibt er ein Tattoo-Studio, einen weiteren Standort hat er nun in Stuttgart eröffnet.

Ziele

In seiner Klasse, dem Light Heavyweight bis 93 Kilogramm, ist er im MMA-Ranking Deutschlands die Nummer Eins - und er will diese Position mit weiteren Kämpfen festigen.

Allerdings ist es für ihn immer schwieriger, in Deutschland einen konkurrenzfähigen Gegner zu finden.

Mit einem klaren Ziel vor Augen strebt er ab dem kommenden Jahr eine internationale Karriere als Profisportler im Käfig an.

Er sieht hier klar seine Zukunft und steht mit seinen 24 Jahren erst am Anfang dieser geplanten Laufbahn.

Mit einem geplanten, vierwöchigen Trainingslager in Thailand will er seine Technik weiter verbessern.

Aktuell sieht er in der bundesweit stagnierenden Boxszene kaum Möglichkeiten mit dieser Sportart sein Leben finanzieren zu können.