Das Judo-Prüfungsprogramm: Ein umfassender Leitfaden

Das Judo-Grundprogramm beginnt mit den Kyu-Stufen vom 7. Kyu bis zum 4. Kyu. Hierbei steht das Festhalten im Boden im Vordergrund. Wenn man beim 3. Kyu angekommen ist, ist man schon mindestens 3 Jahre dabei.

Das Kyu-Graduierungssystem im Detail

Der Deutsche Judo-Bund (DJB) hat unter Leitung von DJB-Ausbildungsleiter Ralf Lippmann und dem ehemaligen DJB-Vorstand Andreas Kleegräfe gemeinsam mit der DJB-Arbeitsgruppe „Graduierung“ das Kyu-Graduierungssystem überarbeitet und neu konzipiert. Das neue Graduierungssystem soll hierbei sowohl Tradition und Moderne, als auch klare Standards und Flexibilität ermöglichen. Das moderne Technikverständnis und die Kompetenzorientierung weisen hierbei den Weg.

Eine Verbindung von Wissen und Können unter Berücksichtigung individueller Entwicklung, Fähigkeiten und Fertigkeiten, gepaart mit individuellen Aufgabenstellungen und selbstständigen Lösungsansätzen werden angestrebt. Dadurch wird ein tieferes Verständnis von Situation und Lösung hergestellt.

Der Einstieg in den Judosport

Im Mittelpunkt des „modernen Graduierungssystems“ steht neben der „Technik als Lösung einer Situation“ auch der vereinfachte Einstieg in den Judosport. Anders als bisher muss im Rahmen der Graduierung zum 8. Kyu kein erreichtes Fertigkeitsniveau, sondern ausschließlich ein Grundverständnis von und über Judo erlangt werden. Der „neue“ weiß-gelbe Gürtel ist nicht mehr Teil des Graduierungssystems, sondern soll als „Einstiegsgürtel“ das Eintauchen in die Welt des Judosports schneller ermöglichen.

Unter dem Motto „Der weiß-gelbe Gürtel, dein erster Schritt zum schwarzen Gürtel“ haben Vereine die Möglichkeit, in Schnupperkursen, beim „Tag des Judo“ oder im Rahmen anderer Projekte mit einfachen ausgewählten Inhalten elementare Grundlagen spielerisch zu vermitteln und anschließend den weiß-gelben Gürtel auch ohne Vereinszugehörigkeit zu verleihen. So baut der Judoverein direkt eine Bindung auf und motiviert die neuen Judoschüler dazu, die nächsten Schritte im Leben eines Judoka zu gehen. Wer will schließlich nicht einen schwarzen Gürtel besitzen?

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Die Umsetzung des neuen Systems

Das neue Kyu-Graduierungskonzept wurde zum 1. Juli 2022 veröffentlicht und allen Landesverbänden und Vereinen zugänglich gemacht. Nach einer anderthalbjährigen Übergangsphase soll das neue Graduierungssystem zum 1. Januar 2024 implementiert sein.

Die im Kyu-Programm beschriebenen „Anforderungen für Kyu-Grade“ sind integraler Bestandteil der Graduierungsordnung des Deutschen Judo-Bundes.

Die Prüfung zum 5. Kyu (Orangegurt)

Für den orangenen Gürtel muss man mindestens 8 Jahre alt sein, um teilzunehmen. Das Judo Erweiterungsprogramm wird mit den Kyustufen vom 3. Kyu bis zum 1. Kyu erweitert.

Anforderungen und Schwerpunkte

Ab dem 3. Kyu wird Wert auf das Vorzeigen der Anwendungsaufgabe gelegt. Im Bodenprogramm werden die bisher erlernten Techniken vertieft. Es wird erwartet, dass der Partner die Techniken sauber ausführt.

Beim Vorzeigen wird auf unterschiedlichen Kriterien Wert gelegt. Die bisher erlernten Techniken müssen selbstverständlich beherrscht werden.

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Der Weg zum schwarzen Gürtel

Mit dem Erreichen des 1. Kyu ist die Grundausbildung eigentlich abgeschlossen. Diese Vorkenntnisse sind die Basis für das Prüfungsprogramm zum 1. DAN (Meisterprüfung).

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