Ob World Champion, United States Champion oder das beste Tag Team: Es gibt viele Möglichkeiten, in der WWE Gold um die Hüften zu tragen. SPOX liefert einen Überblick über alle Titelträger der WWE-Geschichte.
Die Anfänge einer Legende
Bret Sergeant Hart wurde am 2. Juli 1957 in Calgary, Kanada, geboren und trat in die Fußstapfen seines Vaters Stu Hart. Die Familie lebte Wrestling und Bret Hart hat 8 Brüder, von denen 7 Wrestler wurden, der achte Ringrichter. Sein Vater war bekannt für seine Wrestling Schule, aber auch für seine Härte. Sein Fokus lag auf technischem Wrestling, auf Griffen und dem Überwinden von Schmerzen. Diese Schule machte aus Bret früh einen Star in der Promotion seines Vaters.
Stu Harts Philosophie war, dass ein Wrestler wie ein echter Kämpfer ausgebildet werden und leiden musste, um einen Showkampf glaubwürdig zu vermitteln. In der vielgelobten Film-Doku "Wrestling with Shadows" berichtete Bret, dass sein Vater bei ausgedehnten Würge-Übungen mehrere Blutgefäße in seinen Augen zum Platzen gebracht hatte.
Aufstieg zum WWE-Champion
Bret Hart feierte 1984 sein WWF-Debüt und wurde 1992 zum Champion und Aushängeschild der damaligen WWF. Mit zwei gelungenen Regentschaften als Intercontinental Champion und herausragenden Matches gegen Rivalen wie Mr. Perfect, "Rowdy" Roddy Piper, den jungen Shawn Michaels und den British Bulldog überzeugte Hart McMahon von seinem Champion-Kaliber.Als Hogan die Liga 1992/93 verließ, war Hart der unumstrittene Topstar: Mit einem Sieg über Ric Flair wurde er 1992 erstmals WWF-Champion, unumstrittene Führungsfigur wurde er mit seinem zweiten Titelgewinn gegen den früh verstorbenen Yokozuna bei WrestleMania X eineinhalb Jahre später. Fünfmal hielt er bis 1997 den wichtigsten Titel der Liga, verewigte sich mit großen Duellen gegen Bruder Owen Hart, Michaels, den Undertaker und den aufstrebenden Superstar Stone Cold Steve Austin als prägender Performer seiner Generation.
Bret Hart gewann 1992 zum ersten Mal den WWE-Titel, als er die Legende Ric Flair besiegte. Kontrovers verlor er den Titel bei WrestleMania 9 in Las Vegas, bevor er sich ein Jahr später den Gürtel bei WrestleMania 10 zurückholen konnte. Bret Harts Auftritte bei SummerSlam haben Wrestling-Geschichte geschrieben, darunter legendäre Matches wie sein Duell gegen Mr. Perfect um die Intercontinental Championship im Jahr 1991, das packende Familien-Duell gegen seinen Bruder Owen Hart 1994 im Steel Cage Match, der Klassiker gegen The British Bulldog im Wembley Stadium 1992 sowie sein hart umkämpftes Match gegen The Undertaker 1997.
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Seine Matches beim Summerslam 92, Wrestlemania 10&13 sind legendär. Dennoch bleibt Hart einer der wichtigsten Wrestler der WWE Geschichte, weil Vince an einem Punkt den Mut bewies, jemandem der nicht der Größte, nicht der Muskulöseste und nicht der Unterhaltsamste war, den höchsten Titel seiner Promotion zu geben, weil er Ihn am meisten verdiente. Dieser Abend bei einer House Show im Oktober 1992, dieser Sieg gegen Ric Flair, dieser Titelgewinn ebnete den Weg nicht nur für Bret Hart.
Kontroversen und Schicksalsschläge
1997 dann der Schocker: Bret Hart wandte sich gegen seine US-Fans, trat nun als kanadischer Held auf. Zum ersten Mal seit zehn Jahren war ein offiziell ein Bösewicht. Beim „SummerSlam“ 1997 besiegte er dank Shawn Michaels den Undertaker und wurde zum letzten Mal WWE-Champion. Denn nur wenige Monate später kam es zum legendären „Montreal Screw Job“.
Bei der „Survivor Series“ in Montreal trat er gegen Shawn Michaels an. An jenem Tag war bereits klar, dass er die WWE in Richtung WCW verlassen würde. Boss Vince McMahon wollte, dass Hart seinen Titel in jener Nacht verliert. Doch Bret Hart wollte den Titel nicht vor seinen kanadischen Fans abgeben. Alle Beteiligten einigten sich darauf, dass Hart MIT Titel die Arena verlassen würde. Vince McMahon hielt sich nicht an die Abmachung und sorgte mitten im Match dafür, dass die Ringglocke ertönte und Bret Hart durch Aufgabe verlor (obwohl er nie aufgab). Backstage schlug darauf ein aufgebrachter Bret Hart seinen Boss mit der Faust ins Gesicht. Danach verließ er die WWE … doch in der WCW wurde er nie glücklich.
Schließlich verließ Hart die Liga nach geplatzten Vertragsverhandlungen unter skandalösen Umständen: Sein letztes Match gegen Shawn Michaels bei den Survivor Series 1997 vor heimischem Publikum wollte der Hitman keinesfalls verlieren - Hart und Michaels waren sich damals hinter den Kulissen spinnefeind. McMahon allerdings verfügte einen realen Betrug an seinem scheidenden Star und ließ Michaels entgegen der Absprache siegen - der berühmte „Montreal Screwjob“.
In einem Match gegen Bill Goldberg am 19. Dezember 1999 erwischte Harts Gegner ihn mit einem Tritt versehentlich mit voller Wucht am Kopf. Hart erlitt eine schwere Gehirnerschütterung, deren Gefährlichkeit in Zeiten vor der "Concussion Crisis" nicht richtig erkannt wurde. Hart stieg weiter in den Ring, erlitt nach eigener Schätzung drei weitere Gehirnerschütterungen und erkrankte am "Post Concussion Syndrome", einer dauerhaften Erkrankung, bei der sich die Symptome der akuten Verletzung verstetigten. Nach einem letzten Match gegen Kevin Nash am 10. Januar 2000 pausierte Hart zunächst für unbestimmte Zeit, wurde dann neun Monate später von WCW entlassen und gab kurz darauf seinen Rücktritt bekannt.
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Am 23. Mai 1999 musste er den Tod seines jüngeren Bruders Owen verkraften, der bei einem missglückten Stunt bei einem WWE-Einmarsch ums Leben kam. In den Jahren danach verlor Bret neben Mutter Helen (2001) und Vater Stu (2003) auch Schwager David Smith, den British Bulldog, der 2002 einen tödlichen Herzinfarkt erlitt.
Im Jahr 2002 - in dem auch Brets erste Ehe mit der Mutter seiner vier Kinder zerbrach - verschlimmerte sich auch seine eigene gesundheitliche Situation: Er erlitt nach einem Fahrradsturz einen Schlaganfall, nach dem seine gesamte linke Körperhälfte zwischenzeitlich gelähmt war.
Versöhnung und Vermächtnis
2010 kam es zur Sensation, als Bret Hart das Kriegsbeil mit Vince McMahon begrub und erstmals nach dem „Montreal Screw Job“ wieder in der WWE auftrat. An diesem Wochenende wurde er als erster und bislang einziger Superstar zum dritten Mal in die WWE Hall of Fame aufgenommen.
Trotz der Herausforderungen und Kontroversen, die seine Karriere prägten, bleibt Hart eine Ikone in der WWE-Gemeinschaft. Sein Auftritt in Calgary zeigte, dass er auch im Alter von 67 Jahren noch immer eine starke Präsenz hat und von den Fans in seiner Heimatstadt verehrt wird.
Die Verehrung, die Bret bei seinen WWE-Erben genießt, ist immens. Roman Reigns, Chris Jericho, Edge, Sami Zayn und viele andere Stars späterer Tage nennen Hart als Idol und Vorbild.
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Titel und Erfolge von Bret Hart
| Titel | Anzahl |
|---|---|
| WWE Championship | 5 |
| WWE Intercontinental Championship | 2 |
| WWE Tag Team Championship | 2 |
| WWE Hall of Fame | 3 |
Aktuelles
Calgary/Wien - Damit hatten nur wenige Wrestling-Fans gerechnet: Bret „The Hitman“ Hart, die Wrestling-Legende der 1990er-Jahre, feierte ein umjubeltes Comeback bei der TV-Show Monday Night RAW in seiner Geburtsstadt Calgary. Trotz seiner 67 Jahre trug Hart stolz seine ikonische Langhaar-Frisur und wurde von den kanadischen Fans mit tosendem Applaus empfangen, als seine ikonische Einlaufmusik die Arena erfüllte. Die Rückkehr des fünffachen WWE-Champions auf den Bildschirm war nicht nur ein nostalgischer Moment für die Zuschauer - der österreichische Wrestler „Gunther“ beleidigte die Wrestling-Legende und sorgte so gleich für einen Eklat.
Der Empfang von Hart im Ring wurde schnell von einer provokanten Begegnung mit dem österreichischen Wrestler Gunther überschattet. Gunther begrüßte Hart zunächst scheinbar freundlich, indem er ihn als einen Helden seiner Kindheit bezeichnete. Doch die Stimmung kippte schnell, als Gunther hinzufügte, dass sein größtes Idol Bill Goldberg sei. Diese Bemerkung war ein klarer Eklat, denn Goldberg ist in der Wrestling-Geschichte als derjenige bekannt, der mit einem missglückten Tritt Harts Karriere unfreiwillig beendete. Diese provokante Aussage war für Hart, der bis heute einen tiefen Groll gegen Goldberg hegt, ein Schlag ins Gesicht.
Die Bosheit von Gunther rief den kanadischen Wrestler und Gunther-Rivalten Sami Zayn auf den Plan. Dieser trat in den Ring, um Hart gegen die Provokationen zu verteidigen. Als Gunther drohend zurück in den Ring wollte, kam es zu einer Konfrontation zwischen ihm und Zayn. Die Situation eskalierte schnell zu einer Prügelei, die schließlich von Offiziellen beendet wurde. In einem symbolischen Akt des Widerstands hob Zayn am Ende Harts Hand in die Höhe, was von den Fans mit Begeisterung aufgenommen wurde.
