Tarnung ist der halbe Nahkampf – Herkunft und Bedeutung

Eine Täuschung der Umgebung zu erlernen gehörte zu den elementarsten Pfaden der Sith, schließlich war doch Verrat der Weg der Sith.

Die Schwäche und Beliebigkeit der Wahrnehmung einer Kreatur ist so lapidar, dass sie oft übersehen wird, doch jeder Augenzeugenbericht ist nur ein subjektives Steinchen in einem großen Mosaik. Die Farbe der Steinchen konnte von einem Sith manipuliert werden, sodass ein gänzliches anderes Konstrukt als „Wahrheit“ erschaffen werden könnte.

Als Wesen der Macht manipulierte man alles um sich herum: Geist, Materie, Emotionen, manche ja sogar die Elemente.

Eine Täuschung der Umgebung zu erlernen gehörte zu den elementarsten Pfaden der Sith, schließlich war doch Verrat der Weg der Sith.

Ein Meister der Macht, ein Kundiger der Illusionen, kannte Wege und Mittel sich vor den Augen anderer zu verbergen, selbst vor den Sinnen eines Jedi.

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Die Sith wandelten jahrhundertelang unter den Nichtsahnenden.

Weder besaß der Sith auffällige Tätowierungen, noch eine extravagante Äußerlichkeit, die ihn ununterscheidbar machte.

In einer Galaxis dieser Größenordnung war es keine Schwierigkeit wie eine Schlange die Haut abzulegen und eine andere anzunehmen.

„Als Sith musst du lernen zum Schatten werden zu können, selbst an Orten, an denen man erkennt werden könnte. Gerade an solchen Orten.“

Sein Tonfall hatte eine gewisse Dringlichkeit, als würde sich diese Information unbedingt wie die Bohrer eines IT-O Automata in ihre Hirnhaut bohren müssen.

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„Wesen lassen sich bereits durch elementarste Veränderungen täuschen. Ich behaupte, so wie wir viele Nichtmenschen nicht voneinander unterscheiden können, ist auch ein Felinoide nicht in der Lage jedes Detail zu erfassen und Menschen in großen Massen auseinander halten zu können. Doch damit nicht genug.

Jeder Meister der dunklen Seite der Macht musste das Leben seiner Schüler aufs Spiel setzten, um ihre Eignung festzustellen. Für Niphira Minora galt schon lange kein Welpenschutz mehr, denn wer Vorzüge genießen wollte, musste auch Verantwortung übernehmen können.

„Du wirst dieses Schiff ohne nicht verlassen. Wenn deine Tarnidentität auffliegt, war sie schlecht. Arbeite daran, dass sie es nicht ist.

Auch der Raumhafen würde kein Problem darstellen, arbeiteten sie doch mit den von Ruul geschriebenen Codes und der Aura des Einflusses, die mit der Extravaganz der Kernwelten einher ging.

Und ihr eigener Herr und Meister konnte, je nach juristischer Auslegungsart, wegen Kriegsverbrechen vor ein Gericht in der Neuen Republik gestellt werden, wenn er sich besonders dumm anstellen würde.

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Doch weil er gerade das eben nicht wr, würde er mit dieser Information nicht hausieren gehen.

Auch wenn ein bestimmter Passus im Vertrag von Umbara eine Art von Amnestie größtenteils aussprach, würde Darth Draconis sicherlich nicht die Belastbarkeit dieses Passus mit seinem Namen verbinden lassen. Das Dasein eines Sith bestand eben nicht nur aus der Nutzung der Macht, aus der Versklavung anderer Geister, sondern eben auch auf der Manipulation.

Die Rollen waren klar verteilt, die Aufgaben zur Schaffung einer Tarnidentität waren vergeben.

Sorgfältig war dort die Kleidung verstaut worden, die er für diese Mission bereitgelegt hatte. Auch er musste eine neue Rolle annehmen und würde sich dementsprechend kleiden, verhalten und ausgeben müssen.

Er begab sich in seine Kammer und öffnete dort, im Schutze seines Quartiers, die mitgebrachte Tasche.

Nun zog sichder Leviathan an, nachdem er seine Haut abgelegt und diese neue angelegt hatte und beobachtete sich und seine Tracht im Spiegel. Er war zufrieden, betrachtete sich und für einen kurzen Augenblick dachte er darüber nach, wie arbiträr das Leben war. Diese Rolle hätte ein Leben sein können. Dieser Mummenschanz eine Existenz.

Doch sie hatte nur in einem Dorf gelebt, einer Siedlung von Tausenden.

Es war für den menschlichen Verstand kein leichtes die exorbitante Größe einer planetaren Population zu begreifen, geschweige denn die einer Galaxis. Darth Draconis versuchte es gar nicht, sondern verließ sich auf das Chaos, dass dafür sorgte, dass dieses Gefüge eines Tages implodieren würde.

Gedankenverloren betrachtete der Sith den grausamen, alles verschlingenden Malstrom des Hyperraums, als hinter ihm die Stimme der Hochwohlgeborenen erschallte.

Draconis hatte mit dem Gesicht zum Transparistahlfenster gestanden, sodass sein Antlitz vor Marishka verborgen gewesen war. Doch nun drehte er sich um und erblickte sie, in der Pracht ihrer Identität. Die Kleidung, welche die Frau mit den messerscharfen Wangenknochen gewählt hatte, betonte nicht nur ihre Weiblichkeit, sondern verdeckte Teile ihres Gesichts, wirkte jedoch nicht verschwörerisch, sondern nach dem Chic der Kernwelten.

Zufrieden nickte der Sith, nachdem er sie mehrere Augenblicke lang gemustert hatte. „Angenehm ihre Bekanntschaft zu machen, Miss Airetsyh. Sie sollten die neusten Zahlen des galaktischen Aktienmarktes studieren.

Dieses Rollenspiel animierte die Sinne des Sith, es war eine Abwechslung zu dem blutrünstigen und grausamen Alltag auf Bastion, der Schlangengrube. Es war die Zuflucht in ein Kulturgut der Sith, dass viel zu lange brachgelegen hatte.

Ihre aufrechte Statur, ihr Blick, sie war es gewohnt mit Geld und in der Welt jener mit viel Geld zu leben. Es war eine Tarnung, die zu ihrem Naturell passte, sodass sie sich nicht eklatant verbiegen musste. Doch die Blase, die sie um sich herum gebildet hatte, würde umgehend platzen, wenn jemand mit dem Sachverstand ihres Kerngebietes ihr Wissen untersuchen würde.

Man konnte reflektieren, ausweichen, doch ab einem bestimmten Punkt, musste man das Wissen haben oder eben nicht.

Er war sich sicher, dass Marishka ihre Hausaufgaben gut machen würde, waren sie doch das rettende Stückchen Firnis, dass die harsche Außenwelt davon abhielt ihr Schauspiel zu perforieren.