Soldatinnen und Soldaten müssen bereit sein zu kämpfen. Im Einsatz oder Krieg können sie jederzeit in eine Situation geraten, aus der sie sich nur mit Nahkampftechniken befreien können. Deshalb soll die Nahkampfausbildung langfristig in den Gefechtsdienst implementiert werden.
Nahkampfausbildung im Detail
Zu Beginn des Nahkampftrainings werden erst mal die Reflexe getestet und es wird nur mit Gefühl zugeschlagen. Später setzen die Teilnehmenden mehr Kraft ein. „Die Wenigsten haben schon mal einen Schlag ins Gesicht bekommen. Das ist für die eine ganz neue Erfahrung“, erklärt Oberstabsfeldwebel Andreas M.* Als Hörsaalleiter an der Infanterieschule in Hammelburg ist er verantwortlich für den Pilotlehrgang Nahkampflehrer. Zu Beginn des Kurses lässt er nur mit Gefühl schlagen. Die angehenden Ausbilder üben so, ihre Kraft dosiert einzusetzen. „Erst mal nur 20 Prozent“, ist die Vorgabe. Im Laufe des Kurses wird dann immer mehr Kraft eingesetzt.
Oberst Andreas S.* ist einer der 17 Teilnehmer am Lehrer-Lehrgang „Nahkampf“ an der Infanterieschule. Die Soldaten im Alter zwischen 24 und 60 Jahren haben alle neben dem Basislehrgang bereits den Ausbilderlehrgang im Nahkampf absolviert. In dem dreiwöchigen Pilotlehrgang werden sie nun darauf vorbereitet, ihrerseits künftige Nahkampfausbilder auszubilden.
Trainingsumgebung und -inhalte
Trainiert wird in der Boxhalle, auf der Schießbahn im scharfen Schuss, in der Trainingshalle der Vereinten Nationen, im Schießsimulator und sogar nachts im Bunker mit Nachtsichtbrille. Ziel der intensiven Ausbildung ist es, den Teilnehmern möglichst viele Settings zu zeigen, in denen man Nahkampf unterrichten kann. Hier ist volle Konzentration gefragt. Neben dem Aufbau der Trainingsumgebung und den Vorschlägen, wie Nahkampf in andere Ausbildungsinhalte eingefügt werden kann, geht es dem Hörsaalleiter, Oberstabsfeldwebel Andreas M., auch um psychologische Aspekte. „Von euch Nahkampflehrern verlange ich, dass ihr die Teilnehmer zum Kämpfen motiviert, und nicht, dass ihr die erlegt“, warnt er vor zu hohen Anforderungen.
Beim Sparring im Ring bricht der Hörsaalleiter den Kampf deshalb auch dann nicht ab, wenn einer der Kontrahenten zu Boden geht. Er gibt ihm die Zeit, wieder auf die Füße zu kommen, und lässt den Kampf für einen kurzen Schlagabtausch weiterlaufen. „Unser Ziel ist immer, dass nach der Übung jeder mit einem gestärkten Selbstbewusstsein aus dieser Halle rausgeht.“
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Veränderte Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen
Anders als noch vor wenigen Jahren, wo internationale Einsätze im Fokus der Bundeswehr standen, ist die Kernaufgabe heute die Landes- und Bündnisverteidigung. Darauf konzentriert sich die Ausbildung und dazu soll in Zukunft der militärische Nahkampf gehören. „Wenn man in Richtung Osten schaut, insbesondere in Richtung Russland, sieht man sehr deutlich, dass sich der Kampf in den urbanen Raum verlagert hat, wo es jederzeit zu Nahkampfsituationen kommen kann“, sagt Oberstleutnant Andreas W.*, Kommandeur der Lehrgruppe B der Infanterieschule in Hammelburg. Landes- und Bündnisverteidigung stehen wieder im Fokus. Der Nahkampf wird deshalb auch in voller Ausrüstung trainiert.
Zwar habe es in der Bundeswehr schon immer Nahkampfausbildung gegeben, allerdings vor allem bei der Einzelkämpferausbildung und mit deutlichem Kampfsportcharakter. Die Erfahrungen aus der Zeit des Kalten Krieges und aus den Einsätzen müssten angepasst werden auf moderne Erfordernisse, Ausrüstung und Verfahren.
Deshalb, so W., müsse die Nahkampfausbildung in den Gefechtsdienst eingebunden werden. Das bedeute auch Training mit voller Ausrüstung: Helm, Weste, Waffe, denn dies habe erheblichen Einfluss auf die Nahkampftechnik.
Nahkampf für alle Truppen
Infanteristen, Aufklärer oder Fallschirmjäger laufen immer Gefahr, dass sie in einem Kampfgraben, beim Orts- und Häuserkampf oder in einem dicht bewaldeten Gebiet auf Feindkräfte treffen. In der Nahkampfausbildung geht es auch um Charakterbildung: Das Wissen, dass man auch mit den Händen im Notfall kämpfen kann, stärkt das Selbstbewusstsein. Man müsse zwar verstehen, dass nicht jeder Soldat oder jede Soldatin nahkampfaffin sei. Dennoch müsse die Nahkampfausbildung zur Jedermann-Befähigung werden mit dem gleichen Stellenwert wie die Sanitätsausbildung, die ABCAtomar, Biologisch, Chemisch-Abwehr oder die Fliegerabwehr. Ich behaupte, dass wir mit dieser Nahkampfausbildung im Verlauf der nächsten Jahre eine echte Lücke im Gefechtsdienst schließen können.
Ein weiteres Argument für die Nahkampfausbildung aller Truppen ist nach Einschätzung von W. der psychologische Vorteil. „Man darf nicht vergessen, dass eine solche Ausbildung auch charakterbildend ist“, erklärt der Oberstleutnant. „Wir brauchen als Soldaten auch eine gesunde Aggressivität.“ Voraussetzung dafür seien neben einer Grundfitness vor allem Robustheit und körperliche Leidensfähigkeit. Schlagen, Treten, Zustechen - beim militärischen Nahkampf geht es nicht um Stilfragen, sondern ums Überleben.
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Kampfsport vs. Kampfkunst vs. Nahkampf vs. Selbstverteidigung
Zuerst einmal sollte man den Unterschied zwischen Kampfsport & Kampfkunst, Nahkampf oder Selbstverteidigung verstehen.
- Kampfsport ist reglementiert und hat eine vorgegebene Konditionierung, die auf die Regeln ausgelegt ist.
- Kampfkunst, Nahkampf oder Selbstverteidigung unterliegen keinen Regeln und darauf sollte man sich auch konditionieren, wenn man lernen will sich zu verteidigen.
Das große Problem bei den ganzen Kampfkunst und Selbstverteidigungssystemen ist, dass diese heutzutage nahezu nie im Kampf erprobt werden. Ganz im Gegensatz zu jeder Kampfsportart. Daher haben Kampfsportler ein anwendbares Kampfsystem, welches allerdings nicht für den Ernstfall in realen Verteidigungssituationen optimiert ist. Kampfkünstler haben nur Theorien, die in realen Situationen zum Scheitern verurteilt sind, auch wenn man im Training extrem hart trainiert, wild in Pratzen haut und Ernstfallszenarien probt.
Reale Auseinandersetzungen vs. Wettkampf
Was den Kampfsport betrifft muss man wissen, dass die Auseinandersetzungen im realen Leben komplett anders ablaufen als in einem Wettkampf und man zum großen Teil viel einfachere Optionen nutzen kann die viel mehr Erfolg versprechen. Wenn man das aber nicht trainiert, wird man es auch nicht benutzen.
Mit unserem Training wird der ganze Körper beansprucht, man baut mentale Stärke auf und wird flexibler. Durch unsere Fusion aus anwendbaren Kampfkunstsystemen, wie Escrima, Aikido & Ninjutsu und unserem spezial Nahkampftraining wird dein Körper resistenter und stärker. Das Gefühl überträgt sich auch auf deine Psyche, denn durch deine körperliche Veränderung wird auch dein Selbstbewusstsein gestärkt. Mit der ACADEMY of MARTIAL ARTS wirst du körperlich und geistig immer widerstandsfähiger.
Und egal ob Mann oder Frau, sich verteidigen zu können, ist immer ein gutes Gefühl und wird leider auch wieder immer wichtiger in unseren Zeiten. Wir bringen dir in unserem Training ein effektives und effizientes Selbstverteidigungssystem bei, welches dir Schutz gegen unbewaffnete und bewaffnete Angriffe jeglicher Art bietet. Selbst bei körperlicher Unterlegenheit kannst du dich mit unserem Training effektiv zur Wehr setzen. Die Techniken und das Training sind realitätsorientiert und für jeden geeignet.
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Fange an bevor du in eine Situation kommt, in der du es brauchst.Beginne deinen neuen Weg! Wann, wenn nicht jetzt?
Allerdings muss man fairerweise sagen, dass jeder der sich einer Sache stellt und z.B. Sparring (Trainingskampf) macht, immer einen noch größeren Vorteil hat als jene die es bei der Technik und bei Übungen belassen. Die Härte des Sparrings kann aber dosiert werden. Es spielt in unserer Academy auch keine Rolle, wie fit du bist. Jeder bestimmt für sich selbst, wie weit er geht und was er trainieren möchte.
Vor einigen Jahren dachte man noch, dass Kampfsport und Nahkampf Männern vorbehalten war und dachte spontan noch an muskulöse, leicht zwielichtige Männer, die sich abends in dunklen Hinterhöfen oder alten Lagerhallen treffen, um sich dann gegenseitig die Seele aus dem Leib zu prügeln und bei Kampfkunst an Träumer die mit spektakulären Roundhousekicks, Flick Flacks und Saltos durch die Gegend hüpfen. Heute ist dieses Image zum Glück ein bißchen aufpoliert und Kampfkunst ist viel populärer und um viele Klischees bereinigt.
Das Problem ist, dass es bei Kampfkunst oder Selbstverteidigungssystemen meistens Personen sind die Unterrichten, welche ihre Erfahrungen aus dem Dojo oder ihrem Verein haben.
Ein Lehrer der in diesem Bereich nur technisches und theoretisches Wissen hat, bringt leider nur ein gutes Gefühl beim Training und und nicht das gute Gefühl, wenn man eine Ernstfallsituation gut überstanden hat. Wichtig ist uns eine funktionelle Selbstverteidigung und Aufbau deiner mentalen Stärke für dich zu erreichen. Dafür steht unsere Academy.
Unsere Academy verfügt über saubere Trainingsräume und garantieren selbst bei großen Gruppen genügend Bewegungsfreiheit für einen reibungslosen Ablauf.
Definition von Kampfsport und Kampfkunst
Um die Thematik weiter zu beleuchten, hier die Definitionen von Kampfsport und Kampfkunst:
- Kampfsport: Im deutschsprachigen Raum der in der Öffentlichkeit (außerhalb der Fachkreise) benutzte Sammelbegriff für die vielen verschiedenen Kampfstile, vor allem solche, bei denen keine Schusswaffen verwendet werden.
- Kampfkunst: Eine Technik, um Feinde zu besiegen und sich vor feindlichen Angriffen zu schützen. Entscheidend ist hierbei nicht die tatsächliche Zweckmäßigkeit der jeweiligen Techniken, sondern ihr subjektiver konzeptioneller Nutzwert in einem spezifischen Anwendungsszenario.
Die Rolle des Boxens im Laufe der Geschichte
Das Boxen hat eine lange und bewegte Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Es hat sich von einer einfachen Form des Faustkampfes zu einem komplexen und anspruchsvollen Sport entwickelt, der sowohl körperliche als auch mentale Stärke erfordert. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Boxen viele Veränderungen erfahren, von den brutalen Kämpfen ohne Regeln bis hin zu den modernen, reglementierten Wettkämpfen. Es hat auch eine wichtige Rolle in der Gesellschaft gespielt, als Mittel zur Selbstverteidigung, zur körperlichen Ertüchtigung und zur Unterhaltung.
Im 20. Jahrhundert erlebte das Boxen eine Blütezeit, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Afroamerikanische Boxer wie Joe Louis und Muhammad Ali wurden zu Ikonen und trugen dazu bei, die Rassenbarrieren im Sport und in der Gesellschaft abzubauen. Das Fernsehen spielte ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Popularisierung des Boxens, indem es die Kämpfe einem breiten Publikum zugänglich machte.
Heutzutage ist das Boxen immer noch ein beliebter Sport, sowohl auf Amateur- als auch auf Profiebene. Es gibt viele verschiedene Verbände und Organisationen, die Wettkämpfe veranstalten und die Regeln festlegen. Das Boxen ist auch ein fester Bestandteil der Olympischen Spiele.
Trotz seiner Popularität ist das Boxen auch umstritten, insbesondere wegen der potenziellen Gefahr für die Kämpfer. Es gibt ein Risiko von Hirnverletzungen und anderen gesundheitlichen Problemen. Aus diesem Grund gibt es immer wieder Forderungen nach strengeren Sicherheitsmaßnahmen und sogar nach einem Verbot des Sports.
Dennoch bleibt das Boxen ein faszinierender und herausfordernder Sport, der viele Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Es ist ein Sport, der sowohl körperliche als auch mentale Stärke erfordert, und der den Kämpfern die Möglichkeit gibt, ihre Grenzen zu überwinden und ihre Ziele zu erreichen.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über einige wichtige Ereignisse und Persönlichkeiten in der Geschichte des Boxens:
| Jahr | Ereignis/Persönlichkeit | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1867 | Erste Amateurmeisterschaften im Boxen nach den Queensberry-Regeln | Festlegung von Regeln für das moderne Boxen |
| 1888 | Gründung der Amateur Athletic Union (AAU) der Vereinigten Staaten | Organisation von jährlichen Meisterschaften im Boxen |
| 1906 | Gründung des SC Colonia 06 in Köln | Erste Boxschule im kaiserlichen Deutschland |
| 1919-1926 | Jack Dempsey als Schwergewichtsweltmeister | Einnahmen von mehr als 1 Million Dollar pro Kampf |
| 1935 | Mike Jacobs nimmt Joe Louis unter Vertrag | Neue Ära des Wohlstands im Boxsport |
| 1976 | Fünf amerikanische Boxer gewinnen Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen | Wiederbelebung des Boxsports durch das Fernsehen |
