Muay Thai ist eine Kampfkunst, deren Faszination sich kaum jemand entziehen kann, der einmal mit dem Training begonnen hat. Im Westen ist das Muay-Thai bekannt unter dem Begriff Thaiboxen. Muay Thai und Thaiboxen ist das gleiche.
Was ist Muay Thai?
Muay-Thai heißt wörtlich übersetzt: „freies Boxen, Treten, Stoßen, Ringen“ (Muay = Boxen, Treten, Stoßen, Ringen und Thai = frei). Es handelt sich dabei nur um verschiedene Bezeichnungen für ein und die selbe Kampfkunst. Muay Thai ist die thailändische Bezeichnung und heisst auf Deutsch übersetzt Thaiboxen. Die englische Bezeichnung für Muay Thai ist Thaiboxing.
Muay Thai als Kampfkunst und Sport
Das Muay Thai umfasst verschiedene Aspekte, es ist sowohl traditionelle Kampfkunst, als auch ultimativer Wettkampsport, aber auch realistische Selbstverteidigung. Aufgrund seiner Vielseitigkeit ist das Muay Thai für jeden geeignet.
- Für Leistungssportler die einen realistischen Vollkontaktkampfsport betreiben wollen, ist das Muay-Thai ein fantastischer Wettkampfsport.
- Für Freizeitsportler, die nicht an Wettkämpfen interessiert sind, eignet sich das Muay-Thai Aufgrund der Realitätsnähe hervorragend als Selbstverteidigungssystem.
- Durch das Herausbilden wertvoller Charaktereigenschaften, z.B. Rücksichtnahme und gleichermaßen auch Durchsetzungsvermögen, sowie Selbstdisziplin, Willenskraft und Selbstvertrauen, ist diese Sportart sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche zu empfehlen.
Der Nahkampf (Clinch) im Muay Thai
Muay Thai wird von Aussenstehenden oft mit dem Kickboxen verwechselt. Während beim Kickboxen nur Faustschläge und Tritte erlaubt sind, umfasst das Muay Thai noch zusätzlich eine ganze Vielfalt von (sehr effektiven) Stößen und Schlägen mit Ellenbogen und Knien. Einzigartig ist beim Muay Thai auch das so genannte Clinchen.
Im Nahkampf, dem Clinch, ist das Festhalten des Gegners (auch beim Schlagen, Treten oder beim Einsatz von Knie- oder Ellenbogentechniken) ausdrücklich erlaubt.
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Dirty Boxing
Dirty Boxing bezeichnet die Dinge, die im Boxen Fouls darstellen, in erster Linie klammern und dabei zuschlagen. Natürlich kann das auch im Ring mal vorkommen, in erster Linie ist das aber eine Taktik im Käfigkampf (MMA) und wurde da vor allem von den Kämpfern eingebracht, die aus dem Ringen kommen und ihre Vorteile im Halten und Bewegen des Gegners auch in der Clinchdistanz gegen Striker ausspielen woll(t)en, etwa Randy Couture oder Jens Pulver.
Weitere Nahkampfattacken
Es gibt auch andere Nahkampfattacken, die im Muay Thai verwendet werden können, wie z.B.:
- Slaps = Schläge mit der flachen Hand aufs Ohr
- Eye Gauge = gezielt abgespreizter Daumen für Angriffe gegen ein Auge
- Ballslap = der Name sagt alles
- Nose Twist = Packen, Verdrehen und Abknicken der (gegnerischen) Nase
- Headbutts = Schädelplatte oder Stirnplatte gegen Nasenbein
- Shoulderstrike = Ziehen des gegnerischen Kopfes mit Schwung gegen die eigene Schulter (die zeitgleich eine Gegenbewegung macht)
- Ear Catcher = Greifen und Zerren am (gegnerischen) Ohr
- Bodymanipulation = Drücken und / oder Ziehen an Kopf, Schultern, Armen oder Beinen, um den Gegener in einer Position mit schlechter Balance zu befördern
- Pinching = die am MEISSTEN unterschätzte Nahkampfattacke um einen lästigen "Klammerer" los zu werden und meint das Einklemmen kleiner empfindlicher Hautpartien (Brustwarze, Haut an der Innenseite des Arms, Haut am Schenkel oder auch der gute alte Griff in die Kronjuwelen)
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