Joachim Fuchsberger wurde am 11. März 1927 in Zuffenhausen, einem heutigen Stadtteil von Stuttgart, geboren und verstarb am 11. September 2014 in Grünwald bei München.
Der deutsche Schauspieler und Entertainer wirkte während seiner langen Karriere in mehr als 80 Filmen und Fernsehserien mit.
Vielen war er auch unter seinem Spitznamen ‘Blacky‘ bekannt.
Frühe Jahre und Kriegsdienst
Joachim Fuchsberger wird am 11. März 1927 im schwäbischen Zuffenhausen bei Stuttgart geboren und wächst in Heidelberg und Düsseldorf auf - sein Vater Wilhelm Fuchsberger ist Linotype-Vertreter der Mergenthaler Setzmaschinenfabrik in Berlin.
Er besucht die Realschule und das Gymnasium und wird mit vierzehn Jahren zum Reichsarbeitsdienst verpflichtet.
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Gegen Kriegsende erhält er an der Springerschule in Wittstock eine Ausbildung zum Fallschirmspringer - aufgrund seiner Judo-Kenntnisse wird er auch zum Nahkampfausbilder ernannt.
Als Jugendlicher ohne Schulabschluss war er im 2. Weltkrieg als Nahkampfausbilder Angehöriger der Wehrmacht.
Nachkriegszeit und Karrierebeginn
Nach dem Krieg arbeitet Joachim Fuchsberger zunächst als Bergmann und Monteur auf der Zeche „König Ludwig“ in Recklinghausen - sein Spitzname „Blacky“ stammt aus dieser Zeit.
Danach arbeitet er als Monteur von Satz- und Druckmaschinen im väterlichen Betrieb und schließlich als Mitarbeiter in der chemigrafischen Abteilung eines Verlags in Düsseldorf.
1949 wird er Werbeleiter der Deutschen Bauausstellung in Nürnberg.
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Nach dem Krieg startete er seine Erfolgslaufbahn in der Öffentlichkeit zunächst als Hörfunk- und Wochenschausprecher in München.
Schauspielkarriere
Nach einigen unbedeutenden Nebenrollen beginnt 1954 Joachim Fuchsbergers Filmkarriere als Hauptdarsteller im Dreiteiler „08“ - die Darstellung des schlauen Gefreiten Asch, der es schließlich bis zum Leutnant der Wehrmacht bringt, macht ihn über Nacht populär.
Danach sieht man ihn in diversen Nachkriegsfilmen ganz im Stil der damaligen Zeit, wie „Symphonie in Gold“ (1956), „Kleiner Mann - ganz groß“ (1956) neben Karin Dor, „Eva küsst nur Direktoren“ (1957), „Die Zwillinge vom Zillertal“ (1957), „Mein Schatz ist aus Tirol“ (1958) an der Seite von Alice und Ellen Kessler und Marianne Hold, „Die grünen Teufel von Monte Cassino“ (1958), „U 47-Kapitänleutnant Prien“ (1958) und „Die Letzte Fahrt von U 153“ (1958).
Besonderen Ruhm brachten ihm seine Rollen als Inspektor von Scotland Yard in den Edgar-Wallace-Filmen aus den 1960er Jahren ein.
In den sechziger Jahren wird Joachim Fuchsberger dann als Inspektor in mehreren Edgar-Wallace-Filmen und anderen Krimis zum populären Kinostar - er erweist sich in dieser Zeit als Idealbesetzung für unerschrockene Verbrecherjäger und vertrauenswürdiger Beschützer verfolgter Frauen.
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Neben den Stars der damaligen Zeit wie Elisabeth Flickenschildt, Barbara Rütting, Horst Frank, Mady Rahl, Siegfried Lowitz, Margot Trooger und Eddie Arendt sieht man ihn in Krimis wie „Der Frosch mit der Maske“ (1959), „Die Bande des Schreckens“ (1960), „Die toten Augen von London“ (1961), „Das Geheimnis der gelben Narzissen“ (1961), „Die seltsame Gräfin“ (1961), „Das Gasthaus an der Themse“ (1962), „Der Fluch der gelben Schlange“ (1962), „Der schwarze Abt“ (1963), „Der Hexer“ (1964) und „Das Geheimnis der grünen Stecknadel“ (1971).
Nach langjähriger Leinwandabstinenz tritt Joachim Fuchsberger erst 1995 im Fernseh-Dreiteiler „Flammen der Liebe“ wieder als Schauspieler in Aktion.
Gegen Ende der neunziger Jahre ist er in weiteren TV-Filmen zu sehen - so 1998 in „Die heiligen vier Könige“ sowie in „Tristan und Isolde - Eine Liebe für die Ewigkeit“.
2007 spielt Joachim Fuchsberger - in Anlehnung an seine „Edgar Wallace“ Erfolge - in der Persiflage „Neues vom Wixxer“ an der Seite von Oliver Kalkofe und Bastian Pastewka.
Karriere als Showmaster
Einem breiten Publikum wurde Joachim Fuchsberger auch als Showmaster mehrerer Fernsehshows wie zum Beispiel ‘Auf los geht's los‘ und der Talkshow ‘Heut' abend‘ bekannt.
Mit dem Niedergang des deutschen Unterhaltungsfilms baut sich Joachim Fuchsberger eine zweite - nicht minder erfolgreiche - Karriere als Talk- und Quizmaster auf.
In den siebziger Jahren moderiert er die Spielshows „Der heiße Draht“, „Glücksspirale“, „Spiel mit mir“ und „Auf los geht’s los“.
1980 ist er Gastgeber der Talkshow „Heut abend“ - mit diesem erfolgreichen Talk-Format erreicht er nicht zuletzt wegen seines lockeren, unkomplizierten Plaudertons ein Millionenpublikum.
Es folgt die Sendung „Ja oder Nein“ - eine Art Nachfolgeformat von Robert Lembkes legendärer „Was bin ich“-Reihe - danach verabschiedet sich Joachim Fuchsberger als Showmaster von seinem Publikum und zieht sich vorübergehend ins australische Hobart zurück, wo er ab 1983 seinen zweiten Wohnsitz hat.
Nach Kritiken an seiner Art der Moderation zog er sich Ende der 1980er Jahre vorübergehend auf seinen zweiten Wohnsitz in Australien zurück.
1990 übernahm er allerdings mit dem Quiz ‘Ja oder Nein‘ erneut die Moderation einer Fernsehshow.
Ehrungen und Privates
Für sein Lebenswerk wurde er mit der ‘Goldenen Kamera‘ geehrt.
In Australien erhält Joachim Fuchsberger 1999 von Tasmaniens Ministerpräsident Jim Bacon die Dankesurkunde für seinen „außerordentlichen Einsatz und seine Verdienste um den Staat“.
1984 wird Joachim Fuchsberger erster deutscher Botschafter von UNICEF, 2011 wird er zum Ehrenbotschafter des Kinderhilfswerks ernannt.
Er war fast 60 Jahre mit seiner 2. Frau Gundula verheiratet.
Ihren gemeinsamen Sohn Thomas verloren sie im Jahre 2010, als dieser auf Grund eines Zuckerschocks in einem Bach ertrank.
Joachim Fuchsberger lebt bis zu seinem Tod mit seiner Frau in Grünwald bei München sowie in Australien.
Er stirbt am 11. September 2014 in Grünwald bei München.
