Verlobungsring: Karat Unterschiede, Vor- und Nachteile

Der Preis eines Verlobungsringes kann stark variieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Material, dem Design und der Qualität des Rings. Es gibt keine festgelegte Regel, wie viel ein Verlobungsring kosten sollte. Es ist wichtig, dass der Preis im Rahmen des eigenen Budgets liegt und dass der Ring eine persönliche Bedeutung hat.

Beim Kauf eines Verlobungsrings gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Zunächst sollte man das Budget festlegen und sich überlegen, welches Material und Design am besten zum eigenen Stil und den Vorlieben des Partners passen. Es ist auch ratsam, die Ringgröße des Partners zu kennen, um sicherzustellen, dass der Ring gut passt.

Die besten Verlobungsringe sind subjektiv und hängen von den individuellen Vorlieben des Paares ab. Es gibt eine Vielzahl von Designs, Materialien und Stilen zur Auswahl. Ein guter Verlobungsring sollte jedoch von hoher Qualität sein, gut verarbeitet und eine persönliche Bedeutung haben. Es ist wichtig, dass der Ring zum Stil und der Persönlichkeit des Partners passt und dass er lange Freude bereitet.

Ein schöner Verlobungsring, der Gefallen gefunden hat, wird auch nach der Hochzeit liebend gerne weitergetragen. Nach der Hochzeit wechselt der Verlobungsring manchmal die Hand, um Platz für den Ehering zu machen. Immer mehr Paare entscheiden sich jedoch auch dafür, den Verlobungsring zusammen mit dem Ehering an einer Hand zu tragen.

In den meisten westlichen Ländern wird der Verlobungsring traditionell an der linken Hand getragen. Nach der Hochzeit wird der Verlobungsring oft an die rechte Hand gewechselt, um Platz für den Ehering zu machen. Es gibt jedoch auch Länder und Kulturen, in denen der Verlobungsring an der rechten Hand getragen wird.

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Das Material für einen Verlobungsring hängt von persönlichen Vorlieben und dem Budget ab. Die beliebtesten Materialien für Verlobungsringe sind Gold (Weißgold, Gelbgold, Roségold), und Platin. Jedes Material hat seine eigenen Vor- und Nachteile in Bezug auf Haltbarkeit, Farbe und Preis. Es ist ratsam, sich von einem Fachmann beraten zu lassen, um das beste Material für den Verlobungsring auszuwählen.

Legierungen für Verlobungsringe

Welche Legierung Sie für den Verlobungsring wählen, ist eine der wichtigsten Entscheidungen beim Antragsringkauf. Es geht dabei nicht nur um die Farbe, die durch die Legierung bestimmt wird. Jede Legierung hat ihre eigenen spezifischen Eigenschaften und Vorteile. Manche sind härter und haltbarer, andere sind hypoallergen.

Was bedeutet Legierung?

Eine Legierung ist eine Mischung aus zwei oder mehr Edelmetallen, um verbesserte Eigenschaften in der Schmuckherstellung zu erreichen. Die Verwendung von Legierungen ermöglicht eine größere Vielfalt an Farben und Härtegraden. Auch preislich zeigen sich Unterschiede, je nachdem welche Metalle verwendet werden.

Die meisten Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin sind in ihrer reinen Form zu weich, um täglich getragen zu werden, insbesondere wenn es sich um ein Schmuckstück wie den Verlobungsring handelt, der einer ständigen Abnutzung ausgesetzt ist.

Karat = Anteil von Gold in Goldlegierungen

Mit dem Begriff Karat wird der Anteil von reinem Gold in Goldlegierungen angegeben. Der Goldanteil wird dabei ausgedrückt in Teilen von 24, das heißt 24 Teile repräsentieren reines Gold.

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24 Karat Gold ist sehr weich und anfällig für Kratzer und Beulen. Daher wird es oft zu 14- oder 18-Karat-Goldlegierungen verarbeitet. Das bedeutet, dass ein Teil des Goldes mit einem oder mehreren anderen Metallen, wie Kupfer, Silber, Palladium oder Zink, gemischt wird. Dieses Verfahren erhöht die Härte und verändert die Farbe des Goldes.

Promillewert und Karat: 18 Karat Gold entspricht 750er Gold

Die Maßeinheit Karat ist vor allem in Großbritannien, den USA, Südostasien und in arabischen Ländern gebräuchlich, während in Deutschland die Angabe des Feingehalts mit dem Promillewert dominiert. 18 Karat Gold entsprechen hier 750er Gold. Die Zahl 750 drückt aus, dass von 1000 Anteilen im Schmuckmetall 750 Anteile pures Feingold sind, während die restlichen Anteile nach gewünschter Farbnuance variieren.

Kurzübersicht von Gold-Legierungen in Karat und Promillewert

  • 24 Karat Gold: 999er Gold = 99.9 % Feingold (zu weich für Schmuck)
  • 22 Karat Gold: 916er Gold = 91.6 % Feingold (zu weich für Schmuck)
  • 18 Karat Gold: 750er Gold = 75 % Feingold und 25 % Silber/Kupfer
  • 14 Karat Gold: 585er Gold = 58.5 % Feingold und 41.5 % Silber/Kupfer
  • 9 Karat Gold: 375er Gold = 37.5 % Feingold und 62.5 % Silber/Kupfer/Zink/Zinn
  • 8 Karat Gold: 333er Gold = 33.3 % Feingold und 66.7 % Silber/Kupfer/Zink/Zinn

Wie viel Karat sollen Verlobungsringe haben und welches Edelmetall wird empfohlen?

Traditionell werden Verlobungsringe aus 14-karätigem oder 18-karätigem Gold hergestellt, d.h. 585er oder 750er Gold. Letzteres besteht aus 75 % Feingold, 12,5 % Silber sowie 12,5 % Kupfer und zeigt einen zeitlos schönen, warmen Goldton.

Wählen Sie die 585er Legierung, enthält das Schmuckmetall mehr Legierungsmetalle und weniger Gold, was zu einem etwas niedrigeren Preis führt. 750er Gold ist weicher und enthält mehr Gold, was zu einem höheren Preis, aber auch einer höheren Kratzempfindlichkeit führt.

Reinheit bedingt Preis und Tragbarkeit für Allergiker

Höhere Karatzahlen bzw. ein größerer Promillewert bedeuten also eine höhere Reinheit und bedingen damit einen höheren Preis des Edelmetalls. Es weist eine größere Reinheit auf, was von besonderem Interesse für Menschen mit Metallempfindlichkeiten oder einer hohen Sensibilität ist. Sie haben in den meisten Fällen ab 14 Karat bzw. einer 585er-Legierung keine Beschwerden, mit 750er Gold oder Platin sollten sie auf der sicheren Seite sein.

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Wertigkeit durch hohen Goldanteil oder gleich Platin

Oft wird die Frage gestellt, welches Material für Verlobungsringe das edelste ist. Am wertvollsten ist beinahe reines Gold (99,9 Prozent), das 999er Gold oder „Feingold“ genannt wird. Trotz seiner Wertigkeit ist es nicht die beste Wahl für Verlobungsringe, da es sich mit der Zeit verformen kann. Gleiches gilt für 22 Karat Gold. Beide Legierungen finden im Schmuckbereich Verwendung, aber sehr selten bei Verlobungsringen. Sie sind durch das tägliche Tragen anfälliger für Verformungen und viele Paare bevorzugen ein gleichbleibendes Aussehen ihrer Ringe. Wer aber einen sehr wertigen Ring schätzt und starke Verformungen als Ausdruck des Lebens ansieht, kann diese Goldlegierung wählen.

Ein weiteres, sehr edles Metall für Antragsringe ist Platin. Es gilt als wertvoll, weil es so selten ist und viele gute Eigenschaften besitzt. Platin ist sehr haltbar und hat eine schöne weiße Farbe, die nicht anläuft oder verblasst. Es ist hypoallergen und wird oft von Menschen mit empfindlicher Haut bevorzugt. Verlobungsringe aus Platin waren lange aufgrund der Seltenheit von Platin teurer als Goldringe, auch wegen des aufwändigeren Herstellungsprozesses und der Reinheit von 95 Prozent bei dem begehrten Edelmetall. Durch die stark gestiegenen Goldpreise haben sich die Preisunterschiede aktuell deutlich verringert.

Wählt man Platin als Material für den Verlobungsring, wird dieser meist in der reinsten Legierung von 950er Platin gefertigt, es haben sich aber auch die preislich günstigeren 600er und 585er Legierungen etabliert.

Empfehlung: 585er und 750er Gold

18 Karat oder 750er Gold besteht zu 75% aus Gold und nur zu 25% aus anderen Metallen, was es weicher macht als die Gold-Legierungen mit mehr Metall-Beimischung. Aber Sie brauchen sich keine Sorgen wegen möglicher Kratzer machen: Wir bieten Ihnen in unserem Juweliergeschäft und der 123gold-Lounge viele Verlobungsringe aus hochwertigem 750er Gold von renommierten Ring-Manufakturen aus Deutschland. Diese Hersteller verstehen es, mit verschiedenen Methoden der Oberflächenhärtung aus dieser eher weichen Goldlegierung Ringe zu fertigen, die formstabil sind und Ihnen ein Leben lang Freude machen. Da bei 750er Gold auch keine Gefahr für Verfärbung besteht und seine schöne, warme Farbe lange hält, ist es aus unserer Sicht ist beste Wahl für Verlobungsringe aus Gold.

14 Karat oder 585er Gold besteht zu 58,5% aus Gold und zu 41,5% aus hälftig Kupfer und Silber. Es ist günstiger als 750er Gold und dabei sogar noch etwas härter, was es zu einer guten Wahl für Ringe macht. Äußerst selten kann es zu Verfärbungen durch Anlaufen kommen.

8 Karat oder 333er Gold ist die Goldlegierung mit dem geringsten Gehalt, die noch als Gold verkauft werden darf. Weil nur 33,3 % Gold enthalten sind, ist es die härteste Legierung. Dadurch neigt sie stark zum Abspanen, d.h. durch Kratzer verliert sie an Material. Legierungen mit höherem Goldanteil bekommen hingegen Vertiefungen, die durch ein professionelles Polieren alle paar Jahre nivelliert werden können, ohne dass der Ring merklich dünner wird. Abspanen bedeutet allerdings einen deutlichen Material-Verlust über die Jahre des Tragens. Außerdem neigt diese Legierung durch die Reaktion mit der Luft zu Verfärbung - ein weiterer Grund, weshalb wir sie nicht für Verlobungsringe empfehlen, die länger getragen werden möchten. Die gleichen Eigenschaften weist 9 Karat Gold auf, welches zu 37,5% aus Gold besteht.

Andere Legierung, andere Farbe

Mit dem Beimischen verschiedener Metalle kann in der Schmuckherstellung die Farbe des Goldes verändert werden. Bekannt und beliebt sind Weiß- und Roségold, beides wunderschöne Farben für Verlobungsringe und in den 585er und 750er Legierungen eine klare Empfehlung von unserer Seite. Einige Ring-Hersteller experimentieren und bieten frische Kollektionen in Farben von Apricot bis Haselnuss.

Das Gewicht von Diamanten: Carat mit C

Es gibt viele klassische und moderne Verlobungsringe, die mit Diamanten oder anderen Edelsteinen besetzt sind. Bei Diamanten wird das absolute Gewicht in Carat angegeben. Ein Carat entspricht dabei 0,2 Gramm. Je höher das Gewicht, desto größer und teurer ist der Diamant. Es ist jedoch wichtig, neben dem Gewicht auch auf die Qualität des Diamanten zu achten, einschließlich seiner Klarheit, Farbe und des Schliffs.

Die vier wichtigsten Kriterien zur Bewertung eines Diamanten sind Schliff (Cut), Reinheit (Clarity), Farbe (Color) und Karatgewicht (Carat). Sie wurden in den 1940er Jahren vom Gemological Institute of America (GIA) etabliert und gelten heute als globaler Standard.

Die 4Cs der Diamantenqualität

  • Schliff (Cut): Der Schliff entscheidet, wie gut ein Diamant das Licht reflektiert und funkelt. Symmetrie, Proportionen und Ausführung wirken sich direkt auf die Brillanz aus. Die Bewertung reicht von „excellent“ über „very good“, „good“, „fair“ bis „poor“.
  • Reinheit (Clarity): Die Reinheit gibt an, wie viele Einschlüsse (innere Merkmale) und Makel (äußere Unvollkommenheiten) ein Diamant aufweist. Sie wird von „lupenrein“ bis hin zu „I3“ (sichtbare Einschlüsse) eingestuft.
  • Farbe (Color): Die Farbskala reicht von D (farblos, sehr selten und teuer) bis Z (deutlicher Gelbstich). Ein Diamant in den Farbbereichen G, H oder I bietet meist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Karat (Carat): Karat bezieht sich auf das Gewicht eines Diamanten. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Zwar wirkt sich ein höheres Karatgewicht oft auf den Preis aus, doch sind Schliff, Reinheit und Farbe ebenfalls entscheidend.

Zertifizierung von Diamanten

Ein Zertifikat eines renommierten Labors bestätigt Dir die Qualität Deines Diamanten und listet Details zu den 4Cs und weiteren Merkmalen auf.

Natürliche vs. im Labor gezüchtete Diamanten (Lab Grown Diamonds)

Natürliche Diamanten sind über Jahrmillionen im Erdinneren entstanden und enthalten oft Spuren von Stickstoff. Im Labor gezüchtete Diamanten werden in einem Umfeld hergestellt, das die natürlichen Wachstumsbedingungen nachahmt, wodurch sie chemisch und physikalisch mit ihren natürlichen Pendants identisch sind. Das bedeutet, dass es mit bloßem Auge keinen Unterschied gibt. Beide Varianten können von GIA, IGI oder HRD zertifiziert sein. Lab Grown Diamonds sind in der Regel günstiger und erfreuen sich wegen ihres Preisvorteils und der Möglichkeit einer umweltschonenderen Produktion steigender Beliebtheit.

Vorteile von Labordiamanten:

  • Ethik: Labordiamanten werden in einem kontrollierten Umfeld hergestellt und sind daher frei von den ethischen Bedenken, die mit dem Abbau von natürlichen Diamanten verbunden sind.
  • Umweltfreundlichkeit: Der Abbau von natürlichen Diamanten kann zu erheblichen Umweltschäden führen, einschließlich der Zerstörung von Ökosystemen und der Verschmutzung von Wasserquellen.
  • Qualität und Schönheit: Labordiamanten sind chemisch und optisch identisch mit natürlichen Diamanten. Sie haben die gleiche Härte, Klarheit und Brillanz.
  • Preis: Labordiamanten sind in der Regel kostengünstiger als natürliche Diamanten. Da sie in Laboren hergestellt werden, entfallen die Kosten für den Abbau und den Transport.
  • Konfliktfreiheit: Da Labordiamanten ethisch hergestellt werden, sind sie garantiert konfliktfrei.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Entscheidung für einen Labordiamanten eine persönliche Wahl ist. Einige Menschen bevorzugen den traditionellen Charme und die Einzigartigkeit natürlicher Diamanten.

Günstigere Alternativen zum Diamanten

Wer beim Verlobungsring nicht unbedingt einen Diamanten möchte, kann auf Edelsteine wie weiße Saphire, Zirkonia oder Moissanit ausweichen. Weiße Saphire und Moissanit kommen dem Diamanten in puncto Härte und Funkeln relativ nah. Zirkonia ist zwar sehr preiswert und optisch ansprechend, ist jedoch in seiner Härte und Beständigkeit eher für Modeschmuck geeignet.

Fazit: So findest Du Deinen perfekten Diamanten: Achte bei der Auswahl Deines Diamanten stets auf die 4Cs. Kaufe nur Steine, die von seriösen Instituten wie GIA, IGI oder HRD zertifiziert sind, um sicherzustellen, dass Du genau weißt, was Du erhältst. Entscheide zudem, ob Du einen natürlichen Diamanten oder einen im Labor gezüchteten Diamanten bevorzugst. Wenn Du Geld sparen willst, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen, bietet sich ein Lab Grown Diamond an. Alternativ kannst Du auch andere Edelsteine in Betracht ziehen. Lass Dich in jedem Fall kompetent beraten und genieße die Gewissheit, bei Deinem Antrag den perfekten Stein für Deine große Liebe in Händen zu halten.

Legierungstabelle für Eheringe und Verlobungsringe

Karat (Gold) Legierung Vorteile Nachteile
8 Karat 333er Gold Günstiger, härter Knapp 67 % Fremdmaterialien (insbesondere für Allergiker problematisch), dunkler als 14 oder 18 Karat (Farbton kommt weniger zur Geltung)
14 Karat 585er Gold Kraftvollere Farbe, weniger Fremdmaterialien, anlaufbeständiger Teurer als 333er-Gold, weicher als 333er-Gold (hat aber auf die Robustheit im Gebrauch keine Auswirkung)
18 Karat 750er Gold 75 % Goldanteil, weniger Fremdmaterialien, kraftvollste Farbe, anlaufbeständiger Sehr teuer, sehr weich (hat aber auf die Robustheit im Gebrauch keine Auswirkung)